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Verbesserungen für 12A - Freie beim rbb!

Verbesserungen für 12A - Freie beim rbb!

Die Gewerkschaften und der rbb haben sich am 23.10.2018 auf einen neuen 12a-Tarifvertrag geeinigt. Er regelt u.a. Ansprüche auf Urlaubsentgelt, Zuschuss im Krankheitsfall, Zuschuss im Krankheitsfall der Kinder, Zuschuss zum Mutterschaftsgeld sowie Ausgleichszahlung bei Nichteinhaltung der Ankündigungsfristen. Er soll zum 1. Januar 2019 in Kraft treten und muss noch von den Gremien bestätigt werden.

Verbesserungen:

  • Künftig zahlt der rbb den Zuschuss bei Krankheit ab dem 1. Krankheitstag.
  • Auszeiten z. B. wegen Krankheit, Pflege oder Familie führen nicht mehr so schnell zum Verlust der Schutzrechte.
  • Die Ankündigungsfristen bei Beendigungen und Einschränkungen verlängern sich - bei langjähriger Beschäftigung sogar deutlich von bisher 12 auf maximal 36 Monate.
  • Daneben bildet der Tarifvertrag neuere gesetzliche Regelungen besser ab (etwa Mutterschutz, Pflegezeit) und sorgt dafür, dass bestehende Rechte gerechter umgesetzt werden (z. B. Anrechnung von Urlaub bei Dritten, Bildungsurlaub, Zusatzurlaub für Schwerbehinderte).

Trotz bleiben Freie beim rbb aber weiterhin Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 2. Klasse:

Während feste Mitarbeiter*innen für jedes Kind einen Familienzuschlag von 140 Euro bekommen, sind für Kinder von Freien nur 67 Euro vorgesehen – weniger als die Hälfte. Zudem ist die Regelung zunächst auf ein Jahr befristet. Mehr wollte der rbb zunächst nicht zugestehen.


Der Zuschuss bei Krankheit bleibt ebenfalls weit hinter den Regelungen für Feste zurück (100 Prozent der Nettovergütung für maximal ein Jahr), er bleibt gedeckelt auf 80 Prozent bzw. 147,40 Euro pro Tag – je nach rbb-Zugehörigkeit für maximal 6 Wochen, drei Monate bzw. 6 Monate.


Für die rund 1000 Arbeitnehmerähnlichen ohne Bestandsschutz gibt es zwar längere Ankündigungsfristen, die Ausweitung des Bestandsschutzes auf Programmgestaltende mit sozialer Sicherheit bis zur Rente hat der rbb aber abgelehnt.