NPG
Foto/Grafik: Klaus Barm

Die DW sitzt auf einem Pulverfass: Hunderte von freien Mitarbeiter*innen in Produktion, Technik und anderen nicht programmgestaltenden Bereichen haben ein Recht auf Festanstellung - in der Regel in Teilzeit. Doch dieses Recht einzufordern ist bisher mit einer langwierigen und teilweise auch riskanten Statusklage verbunden. Eine Alternative wäre eine tarifvertragliche Lösung, die für beide Seiten Vorteile böte: Rechtssicherheit für den Sender, Jobsicherheit für die Beschäftigten.

Wir, der ver.di - Tarifausschuss sind im Sommer 2018 an die DW herangetreten mit der Aufforderung, mit uns in Tarifverhandlungen zu treten. Unsere Ziele sind:

  • Unbefristete Festanstellung mit Teilzeitgrad, der sich aus dem Durchschnitt der letzten Beschäftigungsjahre errechnet
  • Bezahlung gemäß dem Durchschnitt der letzten („freien“) Beschäftigungsjahre
  • Übernahme in den Manteltarifvertrag: Kündigungsschutz, Rationalisierungsschutz, Versorgungsleistungen,…
  • Anerkennung der bisherigen Berufsjahre (Stichwort: Kündigungsschutz, Altersversorgung)
  • Regelungen, die flexible Arbeitszeiten und Tätigkeiten bei anderen Arbeitgebern erlauben

Leider legen sowohl Politik als auch Geschäftsleitung eine Blockadehaltung an den Tag, die eine für alle Seiten befriedigende Lösung verhindert: Planstellen werden nicht aufgestockt, die DW argumentiert wiederum mit diesen fehlenden Planstellen. So bleibt Euch momentan nur der persönliche Klageweg. Wer den (derzeit) nicht beschreiten will, kann sich an uns wenden, die Klageaussichten prüfen lassen und z.B. eine Erklärung abgeben, ab einer bestimmten Anzahl von Klagewilligen (z.B. 100) zu klagen. Mit dem unterstützenden Druck eines solchen Klagestapels könnten wir dann erneut die DW mit unseren Forderungen konfrontieren.

Wer Fragen hat, kann sich gerne an uns wenden. Im Laufe der Kampagne "Jobs mit Zukunft" haben wir die wichtigsten gesammelt. Auf dieser Seite findet ihr die Antworten.

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ver.di Kampagnen