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Homeoffice

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Geschenke unter Freunden...

sind eine schöne Sache. Das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten sie jedoch nicht bestimmen. Den Arbeitsalltag vieler Kolleg*innen im Homeoffice  prägen derzeit:

  • Einsatz eigener Technik und Ressourcen (Druck, Strom, Raum,...)
  • Zeitliche Entgrenzung

Die durch Corona bedingten Abstandregeln haben die Raumsituation bei der Deutschen Welle dramatisch verschärft. Für viele Kolleg*innen bleibt daher nur, in ein undefiniertes "Homeoffice" auszuweichen: für einen Telearbeitsplatz zu provisorisch, für mobile Arbeit zu dauerhaft. 

Eine für die DW abgeschlossene Dienstvereinabarung definiert zwar beides, bietet aber dennoch keine Grundlage für eine Regelung, die der aktuellen Situation angemessen ist und den gültigen Gesetzen entspricht. Und sie ist lediglich für Festangestellte gültig. Ein großer Teil von Homeoffice wird jedoch von arbeitnehmerähnlichen Freien verrichtet, die froh sind, so für Aufträge bezahlt zu werden, die ansonsten wegzubrechen drohen.

Das Arbeitsschutzgesetz gilt für Arbeitnehmer wie für Arbeitnehmerähnliche, also Freie, gleichermaßen. Der Arbeitgeber hat für die Ausstattung des Arbeitsplatzes und für gesunde Arbeitsbedingungen zu sorgen. Solange dies nicht umgesetzt wird, bewegt sich der angesichts Corona geschaffene Zustand in einem rechtllichen Graubereich, der zu Lasten der Kolleg*innen geht und ihre Nöte ausnützt.

Eine entsprechende Vereinabarung muss dringend her - umso unverständlicher, dass die DW sich Zeit lassen will dabei, die Arbeit im Homeoffice zu regeln.