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Tarifvertrag für Nicht Programm Gestaltende!

Tarifvertrag für Nicht Programm Gestaltende!

Erfolgreiche Statusklagen von Cutter/innen, Toningenieur/innen und Kameraleuten vor dem Landesarbeitsgericht Berlin bestätigen unsere Position, dass Mitarbeit in nicht programmgestaltenden Bereichen wie z.B. in Produktion, Verwaltung und Technik unter dem Schutz des Manteltarifvertrages erfolgen muss. Wer klagt, bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit Recht und ist in der Folge fest anzustellen.

Sollen jetzt hunderte von Kolleg/innen vor Gericht ziehen, um die ihnen zustehenden Rechte einzuklagen?

Wir meinen, dass es keinen Sinn macht jeden Einzelfall vor Gericht zu verhandeln. Daher hat der Tarifausschuss von ver.di eine tarifvertragliche Lösung für die nicht programmgestaltenden ver.di - Mitglieder vorgelegt. Wir fordern die Deutsche Welle auf, auf dieser Grundlage Verhandlungen aufzunehmen.

Der Entwurf beinhaltet im Kern

  • Unbefristete Festanstellung mit Teilzeitgrad, der sich aus dem Durchschnitt der letzten Beschäftigungsjahre errechnet
  • Bezahlung imDurchschnitt der letzten („freien“) Beschäftigungsjahre
  • Übernahme in den Manteltarifvertrag: Kündigungsschutz, Rationalisierungsschutz, Versorgungsleistungen,…
  • Anerkennung der bisherigen Berufsjahre (Stichwort: Kündigungsschutz, Altersversorgung)
  • Regelungen, die flexible Arbeitszeiten und Tätigkeiten bei anderen Arbeitgebern erlauben

 

Aktueller Stand

  • DW lehnt Verhandlungen derzeit ab

    In ihren Antwortschreiben hat die Verwaltungsdirektorin Verhandlungen zum jetzigen Zeitpunkt mit dem Hinweis auf die unveränderte Planstellensituation abgelehnt. Man stehe mit dem Staatsministerium für Kultur und Medien in Verhandlungen zu dem Thema. Man sei sich dort der Problematik bewusst.

    So sehr wir das Argument der fehlenden Planstellen anerkennen - in der Tat sind der DW die Hände rein rechtlich gesehen gebunden, solange die Politik sich nicht bewegt - so inaktzeptabel ist eine fehlgeleitete Haushaltspolitik und die daraus resultierende Personalpolitik.

    Das Thema muss in absehbarer Zeit auf den Tisch - dies ist vereinbart worden zum Abschluss der Verhandlungen zum TVAP 2017 (siehe Artikeltarifvertrag unten)

    Wir empfehlen, die eigene rechtliche Situation bei ver.di prüfen zu lassen und sich gegebenenfalls am "Klagestapel" zu beteiligen, auch um den Druck für Verhandlungen zu verstärken.