FAQ + Tips

Zahlungen bei Schwangerschaft

Zahlungen bei Schwangerschaft

Weist eine Beschäftigte durch Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung ihre Schwangerschaft nach und erfüllt folgende Voraussetzungen:

  • Vorraussetzung für Rechte aus dem TVAP (siehe Kasten unten)
  • 72 Beschäftigungstage im laufenden oder vorangegangenen Kalenderjahr

dann hat sie gegen die Deutsche Welle Anspruch auf Zahlung eines Zuschusses zu den Leistungen der Krankenversicherung. Die Mitarbeiterin erhält auf Antrag für die Dauer von 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt einen Zuschuss, der zusammen mit den Leistungen der Krankenversicherung je Tag 75 % von 1/360 ihrer Vorjahresbezüge bei der Deutschen Welle beträgt. Für Mütter nach Früh- und Mehrlingsgeburten verlängert sich die  8-Wochenfrist auf 12 Wochen, bei Frühgeburten zusätzlich um den Zeitraum, der von der eigentlichen 6-Wochenfrist nicht in Anspruch genommen werden konnte.

Bei Beitragsbeteiligung der DW zur Krankenversicherung wird nur die Differenz gezahlt zwischen dem Mutterschaftsgeld der Versicherungsträger und dem Anspruch gegenüber der DW.

Der Zuschuss ist auf einem Antragsvordruck der Deutschen Welle zu beantragen. Auf diesen Zuschuss können auf Antrag angemessene Vorauszahlungen geleistet werden. Im
übrigen ist der Zuschuss nach Ablauf der 8-Wochen-Frist fällig.

Während der Dauer der Zahlung des Zuschusses darf die Mitarbeiterin keiner wie auch immer gearteten erwerbsmäßigen Beschäftigung nachgehen.

Längere Unterbrechung der Beschäftigung (z.B. bei Erziehungszeit)

Im Falle einer längeren Unterbrechung der Beschäftigung kann die Mitarbeiterin ein Ruhen des arbeitnehmerähnlichen Rechtsverhältnisses beantragen, um zu vermeiden, dass sich die Zeit der Unterbrechung nachteilig auf die bereits erworbenen sozialen Schutzrechte auswirkt.

Für die beantragte Zeit kann die Mitarbeiterin keine Rechte aus dem Tarifvertrag für arbeitnehmerähnliche Personen oder seinen Durchführungstarifverträgen
geltend machen (wie z.B. Urlaubsgeld oder Krankengeld). Eine Ausnahme gilt für den Anspruch auf das Schwangerschaftsgeld selbst. Nach Wiederaufnahme der Tätigkeit wird die Ruhezeit als als nicht stattgefunden betrachtet, sodass dadurch keine Rechte in dieser Zeit angewachsen sind, z.B. im Sinne von Mitteilungsfristen oder Übergangsgeldern.

 

Kriterien für die Anerkennung als TVAP-Beschäftigte/r

  1. Wirtschaftliche Abhängigkeit

    ...ist gegeben, wenn Du mehr als die Hälfte deiner erwerbsmäßigen Gesamtentgelte (brutto ohne gesonderte Kostenerstattung) bei der Deutschen Welle oder anderen ARD-Anstalten verdienst. Maßgeblich ist das vorige Kalenderjahr, bei erstmaligem Tätigwerden die letzten 6 Kalendermonate. Bei künstlerischen, journalistischen oder schriftstellerischen Leistungen genügt ein Drittel der Gesamtentgelte.

  2. Soziale Schutzbedürftigkeit

    ...ist gegeben, wenn du innerhalb der letzten sechs Monate vor der Geltendmachung eines Anspruchs mindestens an 42 Tagen (einschließlich Urlaub) für die Deutsche Welle und andere ARD-Anstalten vertraglich verpflichtet warst und die erwerbsmäßigen Gesamteinkünfte im Kalenderjahr zuvor nicht mehr als 88.000 Euro betragen haben.

  3. Ausschlusskriterien

    Nicht unter den TVAP fallen

    - fest angestellte Mitarbeiter/innen
    - (Mit-) Inhaber eines Gewerbebetriebs, der für die DW tätig wird
    - Leiharbeiter/innen
    - Student/innen, woweit sie sozialversicherungsfrei bei der DW arbeiten
    -  Mitarbeiter/innen mit ständigem Wohnsitz im Ausland, die im Ausland tätig werden (es sei denn sie fielen bereits vor dem 1.1.2018 unter den TVAP und sind deutsche Staatsangehörige)
    - Vorruheständler/innen, Versorgungsempfänger/innen, Empfänger/innen von Altersrente.